Eine Pilgerfahrt über drei Jahre

Im Jahr 2014 fasste ich den Beschluss nach Santiago de Compostela zu laufen. Der Plan das zu tun, reicht weit in die Vergangenheit zurück. In meiner Jugend sah ich einen Diavortrag über diesen Weg, der in den frühen 80er Jahren weitgehend unbekannt war. Die Idee der Pilgerfahrt blieb über die Jahre immer in meinem Kopf, doch andere Dinge hatten Priorität.
Da Beruf und Familie mit einer fünfwöchigen Abwesenheit nicht unter einen Hut zu bringen sind, entwickelte ich einen Plan, die Pilgerfahrt über mehrere Jahre verteilt durchzuführen. Mit drei Aufenthalten, die zwischen zehn und 16 Tagen dauerten, konnte ich meine Abwesenheiten in der Heimat kurz halten, gleichzeitig aber ins Pilgerleben eintauchen und Strecke machen.
So ging es im Mai 2015 in die erste Tour ab Pamplona. Ich wollte den Frühling in Nord­spanien erleben und nicht bei allzu heißen Temperaturen laufen. Bis Burgos war es üppig grün und angenehm doch am Schluss dieser Tour, Ende Mai, sah ich in der Meseta bereits die erste Getreideernte. Es war ziemlich heiß und die tägliche Wasserration schwer. Das war der Anstoß die kommenden Touren im Spätsommer zu laufen. Also startete ich Anfang September 2016 von Frómista aus durch die Meseta. Die Temperaturen waren erträglicher, die Felder meist schon abgeerntet und die Vegetation nicht mehr so grün. Die letzte Tour ging in der zweiten Septemberhälfte 2017 von Astorga aus nach Santiago. In den beiden Gebirgszügen die ich zu überqueren hatte, war es dann schon ziemlich frisch und zuweilen neblig.
Jede Tour auf dem Camino Francés hatte nicht nur vom Wetter her ihren eigenen Charakter. Geografie, Städte und natürlich die Menschen in den verschiedenen Teilen Spaniens sind unterschiedlich. Pilger aus der ganzen Welt traf ich und durfte von diesen viel erfahren und lernen.

... und jetzt die Fortsetzung

Das Erlebnis auf dem Pilgerweg gewesen zu sein lässt einen normalerweise nie mehr los. So habe auch ich irgendwann begonnen eine Fortsetzung in Angriff zu nehmen. Viele Pilger auf dem Camino Francés erzählten mir seinerzeit vom portugiesischen Pilgerweg, dem Caminho Português. Mit etwas mehr als 250 km ist er ideal geeignet um in einen vierzehntägigen Urlaub zu passen. Pandemiebedingt war es 2020 kaum möglich nach Portugal zu kommen, einen Grenzübertritt zu machen und danach von Spanien aus wieder zurück zu reisen. Obwohl sich 2021, bedingt durch Impfungen, die Situation entspannte war dieses Mal einiges aufwändiger in der Organisation. Allerdings war auch mehr Abenteuer dabei und das lag nicht nur an Covid-19. Trotzdem konnte ich die Tour in elf und einem halben Tag erfolgreich laufen. Mehr darüber gibt es auf den kommenden Seiten zu lesen.


Die Pilgerfahrt kann auch in Vorträgen miterlebt werden. Präsenzveranstaltungen durchzuführen ist allerdings momentan eine Herausforderung für die Veranstalter. Neue Termine befinden sich jedochin Vorbereitung. Mehr dazu ist auf der Startseite zu finden



Der Pilgerbericht zum Camino Francés


Phase 1

Tour I: Von Pamplona nach Frómista

Phase 2

Tour II: Von Frómista nach Astorga

Phase 3

Tour III: Von Astorga nach Santiago de Compostela

Making of

Realisierung: Ein paar Zeilen zur Vorbereitung und Durchführung des mehrjährigen Projektes



Der Pilgerbericht zum Caminho Português


Portugues

Von Porto nach Santiago de Compostela 2021


Downloads: Wer die Berichte lieber in gedruckter Form lesen will, lade sich hier den jeweiligen Bericht als pdf-Datei herunter

P.S. Fragen oder Anregungen? Einfach eine Mail an contact@matthias-greska.de senden.


Titelbild: Die Brücke der Königin in Puente la Reina
Textbild: Das Rucksackabzeichen ab Tour II

© 2015-2022 einschließlich aller Fotos: Matthias S. Greska - Layout: Pamplona - V.22022001

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